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Private und gesetzliche Pflegeversicherung

Durch den demografischen Wandel in Deutschland und dem sich hieraus ergebenden erhöhten Pflegeaufwand für ältere Menschen wurde 1995 die Pflegepflichtversicherung eingeführt. Ebenso wie die gesetzliche Krankenversicherung ist auch sie ein Zweig des Sozialversicherungssystems. Alle Arbeitnehmer sowie freiwillig gesetzlich Versicherte sind Mitglied der gesetzlichen Pflegeversicherung und können im Pflegefall entsprechende Leistungen in Anspruch nehmen.

Die Leistungen der Pflegeversicherung werden nach dem Grad der Pflegebedürftigkeit, den so genannten Pflegestufen, bestimmt. Diese wiederum richten sich nach der Dauer der täglichen Pflege, die in einen durchschnittlichen Pflegebedarf und einen Grundpflegebedarf unterteilt ist. In der Pflegestufe I beispielsweise wird ein allgemeiner Pflegebedarf von 90 Minuten pro Tag zugrunde gelegt, die Grundpflege wird mit 45 Minuten täglich veranschlagt. In der Pflegestufe III hingegen beträgt die Grundpflege bereits mehr als 240 Minuten, der gesamte Pflegebedarf kann bis zu 300 Minuten pro Tag beanspruchen. In diesen Fällen erhalten Versicherte Leistungen sowohl bei häuslicher wie auch bei stationärer Pflege.

Pflegebedürftigkeit und Pflegestufen

Obwohl die gesetzliche Pflegeversicherung die Notwendigkeiten im Pflegefall abdecken will, sind die Leistungen oft ungenügend. So erhalten Pflegebedürftige in häuslicher Pflege mit der Pflegestufe I ab Januar 2012 lediglich 235 Euro monatlich, in der Pflegestufe III werden 700 Euro pro Monat ausgezahlt. Sofern die Pflege häuslich durch einen ambulanten Pflegedienst ausgeführt wird, erhöht sich die Leistung auf 450 Euro bzw. 1.550 Euro. Wird gar eine vollstationäre Pflege nötig, erhalten Versicherte, die in der Pflegestufe III eingestuft werden, einen Betrag von monatlich 2.325 Euro.

Berechnung private Pflegeversicherung

Die genannten Leistungen sind in vielen Fällen kaum ausreichend, die tatsächlichen Kosten zu decken, so dass man lediglich von einer Grundversorgung sprechen kann. Die private Pflegeversicherung hingegen bietet die Möglichkeit, die Leistungen am tatsächlichen Bedarf zu orientieren, um sich die gewünschte Pflege auch leisten zu können. Die Beiträge werden bei der privaten Pflegeversicherung nicht in Abhängigkeit des Einkommens berechnet, sondern richten sich nach dem Alter, dem Geschlecht und dem Gesundheitszustand bei Abschluss der Versicherung. Vor allem dann, wenn sich Versicherte schon in jungen Jahren für eine solche Versicherung entscheiden, kann sie zu günstigen Konditionen abgeschlossen werden, um im Alter ausreichend versorgt zu sein.

Weitere Informationen zur Pflegeversicherung


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