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Feststellung der Pflegebedürftigkeit

Die Feststellung der Pflegebedürftigkeit erfolgt nach einem festen Schema: Ob eine Pflegebedürftigkeit vorliegt oder nicht entscheidet ein medizinischer Gutachter des Medizinischen Diensts der Krankenkassen (MDK). Damit dieser eine Prüfung vornimmt, muss zunächst eine offensichtliche Pflegebedürftigkeit vorliegen und diese per Antrag bei der Pflegekasse angezeigt werden.

Auch wenn die Leistungen sofern der Anspruch berechtigt ist eventuell rückwirkend gezahlt werden, ist ein kurzfristiges "Aushelfen" nicht vorgesehen - wohl dem, der zusätzliche finanzielle Mittel zur Verfügung hat.

Das Verfahren zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit

Um Leistungen aus der Pflegeversicherung beziehen zu können, muss der Pflegebedürftige, sein Bevollmächtigter oder ein gesetzlicher Vertreter sie beantragen. Ein Antrag auf Pflegeleistungen kann formlos - auch telefonisch - bei der Pflegekasse gestellt werden, bei der der Pflegebedürftige versichert ist. Nach der formlosen Antragstellung schickt die Pflegekasse dem Pflegebedürftigen zwei Antragsformulare: eines auf Pflegeleistungen und eines auf Rentenbeitragszahlung für eine ehrenamtliche Pflegeperson. Diese sind ausgefüllt zurückzuschicken.

Die Leistungen werden grundsätzlich ab dem Zeitpunkt der Antragstellung gewährt. Der Antragsteller muss zum Zeitpunkt der Antragstellung pflegebedürftig sein und die Vorversicherungszeit von fünf Jahren erfüllt haben. Wird der Antrag auf Feststellung der Pflegebedürftigkeit später als einen Monat nach Eintritt der Pflegebedürftigkeit gestellt, werden die Leistungen vom Beginn des Monats der Antragstellung an gewährt.

Wartezeit bei Feststellung der Pflegebedürftigkeit

Die notwendige Vorversicherungszeit ist dann erfüllt, wenn der Pflegebedürftige innerhalb der letzten zehn Jahre vor der Antragstellung mindestens fünf Jahre in der Pflegeversicherung versichert gewesen ist. Zeiten der Familienversicherung werden bei der Vorversicherungszeit berücksichtigt. Wer zum Zeitpunkt der Antragstellung die gesetzlich vorgeschriebene Vorversicherungszeit noch nicht erfüllt, muss auf den Leistungsbeginn warten, bis die Vorversicherungszeit erfüllt ist.

Die gesetzlichen Vorgaben müssen eingehalten werden, für den Fall, dass eine der Vorgaben nicht erfüllt sind, oder die Kosten die Erstattungen aus der Pflegeversicherung die tatsächlichen Kosten nicht deckt, empfiehlt es sich zusätzlich private Vorsorge zu betreiben. Dies ist auch im fortgeschrittenen Alter ohne große gesundheitliche Überprüfungen oder besondere Einschränkungen möglich. Verlassen Sie sich nicht ausschließlich auf die gesetzlichen Sicherungseinrichtungen.

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit und soziale Sicherung

Weitere Informationen zur Pflegeversicherung

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